Eine junge Archäologin reist nach Kreta, um die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Familie zu erforschen und dabei die Geschichte der Leprakolonie auf der Insel Spinalonga entdeckt. Durch die Erzählungen erfährt sie vom jahrzehntelangen Leid und den zerstörerischen Folgen der Krankheit, die bis 1957 viele Menschen auf die Insel verbannt hat. Die dramatische, historische Realität der Lepra auf Kreta wird mit Liebe zum Detail beschrieben.
Spinalonga war ursprünglich eine venezianische Festung. Allerdings wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Kretischen Staat zu einer Zwangsunterbringung aller Leprakranken. Von 1904 bis 1957 war Spinalonga – sie wird auch „Leprainsel“ genannt – Leprastation und eine der letzten Leprakolonien Europas. Die Bewohner schufen sich mit der Zeit eine eigene Infrastruktur, es gab unter anderem Geschäfte, ein Dorfleben, ein Krankenhaus. Neue Medikamente verhalfen ab 1948 zu erhöhten Heilungsraten. Ab diesem Zeitpunkt durften geheilte Patienten die Insel verlassen.